Weil es sich lohnt - Entgelttransparenz jetzt! Equal Pay Day am 7. März 2025

Am Freitag, den 07. März, findet der diesjährige Equal Pay Day statt. Der Aktionstag markiert symbolisch die Lohnlücke zwischen Frauen und Männer.

Die Fachstelle Frau und Beruf, die Gleichstellungsstelle des Kreises Wesel und die EntwicklungsAgentur Wirtschaft zeigen anlässlich dessen „Flagge“ und machen darauf aufmerksam, dass es immer noch keine Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen gibt.

Aktuelle Zahlen von Destatis weisen aus, das im Jahr 2024 Frauen durchschnittlich 16 Prozent wenige verdient haben als Männer. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Gender Pay Gap damit um 2 Prozentpunkte. Das sei vor allem auf die stärkere Entwicklung der Bruttomonatsverdienste von Frauen zurück zu führen, so Destatis (Pressemitteilung vom 13.02.2025). Der Equal Pay Day findet 2026 dann entsprechend am 27. Februar statt. Wird der Prozentwert in Tage umgerechnet, arbeiten Frauen dann noch 58 Tage im Jahr unentgeltlich.

Unter dem Motto „Weil es sich lohnt – Entgelttransparenz jetzt“ rückt die diesjährige Equal Pay Day Kampagne den Zusammenhang von Transparenz und Gender Pay Gap in den Fokus. Anlass ist die Umsetzung der europäischen Entgelttransparenzrichtlinie in deutsches Recht bis 2026. Diese nimmt Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in die Pflicht, zukünftig zu definieren und klar zu kommunizieren, nach welchen Kriterien sie ein Gehalt bezahlen.  U.a. gibt es den Auskunftsanspruch für Stellenbewerberinnen und Stellenbewerber über den Einstiegsverdienst oder dessen Spanne.

Die Richtlinie fordert die Auseinandersetzung der Arbeitgebenden mit den eigenen Lohnstrukturen und unterstützt die Durchsetzung transparenter und fairer Entgeltsysteme. Das ist eine grundlegende Voraussetzung für die Schließung der Lohnlücke zwischen Frauen und Männern und ein wichtiger Schritt hin zu „equal pay“.

„Ein sinnhafter Schritt in Richtung gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit.“, so sind sich die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Wesel, Isabella Kubon und Stefanie Werner, Leiterin der Fachstelle Frau und Beruf des Kreises Wesel, einig. „Die Richtlinie greift die Defizite auf, die das deutsche Recht unwirksam machen. Sie schafft Transparenz und Instrumente für die Durchsetzung gleichen Entgelts“, so die beiden Fachfrauen.  

„Gleiche Arbeit muss gleich bezahlt werden“, unterstreicht Dr. Frederik Graff, Leiter des Unternehmensservice in der Kreis Wesel EntwicklungsAgentur Wirtschaft. „Die Entgelttransparenzrichtlinie entkoppelt die Vergütung vom Verhandlungsgeschick der Bewerberinnen, Bewerbern und Beschäftigten und lenkt den Fokus auf Qualifikation und Leistung.“

Gemeinsam machen die Fachstelle Frau und Beruf, die Gleichstellungsstelle und der Unternehmensservice der Entwicklungsagentur Wirtschaft auf die notwendige Entgelt-Transparenz aufmerksam.

Die Fachstelle Frau und Beruf des Kreises Wesel unterstützt und initiiert Maßnahme, die Frauen rund um das Thema Frau und Beruf stärken.

Weitere Informationen finden Sie unter www.kreis-wesel.de/frauundberuf.

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